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PARFUM: INFOS ÜBER PARFÜM-DUFTSTOFFE
Amber oder Ambra ist eine wachsartige, graue Substanz aus dem Verdauungstrakt der Pottwale, welche nach der Nahrungsaufnahme durch die unverdaulichen Teile wie Schnäbel oder Hornkiefer von Tintenfischen und Kraken entsteht. Amber wird auf dem Meer treibend in Klumpen gefunden. Durch das Washingtoner Artenschutz-Abkommen ist der Handel mit Pottwalprodukten verboten und auch aufgrund der Synthetisierung dieser Produkte hat das natürliche Ambra seine frühere Bedeutung verloren.  
  Der Beifuss ist eine Pflanze, welcher zur Familie der Korbblütler gehört. Teilweise gilt er als Unkraut, wird aber vor allem in Nordafrika und Südeuropa in grösseren Mengen angebaut um das ätherische Öl, welches zur Parfümherstellung verwendet wird, zu gewinnen. Die bis zu zwei Meter hohe Pflanze blüht vom Juli bis September und ist mehrjährig.
Die Bergamotte gehört wie die Zitrone oder die Orange zu den Zitrusfrüchten. Für die Duftstoffherstellung wird in erster Linie die Schale der Frucht verwendet. Der Duftstoff der Bergamotte ist wohl einer der wichtigsten für die Parfümindustrie. Der Duft ist klar, frisch, lebhaft spritzig und von grosser Originalität. Er ist in praktisch allen Parfüms als Kopfnote enthalten und wird vor allem in Eau de Colognes und frischen, zitronigen Eau de Toilettes verwendet. Die Bergamotte wird nur entlang eines schmalen, etwa einhundert Kilometer langen Küstenstreifens zwischen dem Ionischen und dem Tyrrhenischen Meer in Kalabrien, Italien, von Villa San Giovanni bis nach Gioiosa Jonica angebaut.  
  Chypre ist kein eigenständiger Duft, sondern eine Kombination aus Eichenmoos/Patchouli und Citrus (meist Bergamotte). Der Name ist frazösisch und bezeichnet die Insel Zypern, nicht zuletzt deshalb, weil die einzelnen Duftbestandteile vorwiegend aus Mittelmeerländern stammt. Chypre war gleichzeitig auch der Name des erste Parfüms mit dieser Duftkombination, welches 1917 von François Coty (Bild) entwickelt wurde.
Eichenmoos ist eine Flechte. In Südfrankreich wird sie in grossen Mengen eingesammelt, während sie in Mitteleuropa als gefährdet gilt. Der Duftstoff wird in Parfüms eingesetzt und auch sehr oft in Deodorants.  
  Wie Chypre ist auch Fougère kein Duftbaustein, sondern eine Duftkombination bestehend aus Lavendel, Eichenmoos und Kumarin. Diese klassische Duftnote wird vor allem für Herrenparfüms verwendet. Der Name stammt vom "Fougère Royale" ab, welche 1882 von Houbigant (Bild) kreiert wurde.
Kumarin oder Cumarin ist ein pflanzlicher Duftstoff, der beispielsweise frischem Heu oder dem Waldmeister seinen typisch-würzigen Geruch gibt. Der Duft lässt sich am besten als süss, kräuterartig und würzig beschreiben. Kumarin kommt in den meisten Gräsern, Schmetterlingsblütlern, Datteln und vielen anderen Pflanzen vor. Der Duftstoff lässt sich auch relativ einfach synthetisch herstellen.  
  Bestandteile von Moschus sind strukturähnlich zu Pheromonen und somit eine aphrodisierende Wirkung haben sollen. Das Sekret aus einer Drüse des Moschushirsches wurde als "Moschus" bezeichnet. Bereits im Altertum war dieser Duftstoff bekannt, und dementsprechend stark wurden die Moschushirsche bejagt und getötet. Erst im letzten Jahrhundert begann man das Sekret auch von lebenden Tieren auf Farmen zu gewinnen. Durch die starke, meist illegale Jagd nach den Moschushirschen sind die Tiere bis heute gefährdet, obwohl der Duftstoff bereits seit 1888 synthetisch hergestellt werden kann.
Myrrhe bzw. Myrre wird aus dem Harz des Commiphora myrrha-Baumes hergestellt. Das getrocknete, gelb-braune Harzgranulat ist vor allem in Jemen, Äthiopien, Sudan und Somalia bereits seit Jahrtausenden bekannt. Vor Christus wurde Myrre unter anderem als Aphrodisiakum verwendet. Frauen und Männer trugen es als Parfum, Betten wurden vor dem Geschlechtsverkehr damit beträufelt. Bei der Parfümherstellung ist Myrrhe vor allem wegen seinem naturhaften, warmen, leicht würzig-süßen Duft beliebt.  
  Patschuli ist ein Kraut. Wahrscheinlich stammt die Pflanze ursprünglich von den Philippinen, kommt heute aber in weiten Teilen Asiens, in der Karibik und in Südamerika vor. Der Duft wird in der klassischen Parfümherstellung verwendet und wird als "holzig" wahrgenommen. Daneben wird der Duftstoff auch gegen Schädlinge wie Silberfischchen und Kleidermotten eingesetzt.
Vetiver ist ein ursprünglich aus dem tropischen Asien stammendes Süssgras. Aus Vetiver werden ätherische Öle hergestellt, welche unter anderem auch als Duftstoffe für die Parfümindustrie dienen.  
  Yuzu gehört zu den Zitrusfrüchten und stammt ursprünglich aus Zentralchina und Tibet, kommt heute aber auch in Japan und Korea vor. Yuzu ist für seinen starken Duft, welcher aus der Schale gewonnen wird, bekannt. In Japan wird Yuzu vor allem für Bäder verwendet. dafür werden die ganzen Früchte in Stoff gewickelt und ins warme Wasser gelegt.
 
 
   
 
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